Die Kunst der Kölner Schule
Im Haus meiner Eltern Paul und Anni Haentjes kam ich früh in Kontakt mit bildender Kunst und den Künstler der damals jungen „Kölner Schule“. Diese Künstlergruppe hat in der Nachkriegszeit die Ausstattungen der wiederaufgebauten sowie der seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts neu gebauten Kirchen, wie auch den öffentlichen Raum im westlichen Teil Deutschlands von Norden bis Süden geprägt.
Gerade in Zeiten, da immer mehr Kirchen geschlossen und schließlich entwidmet werden, ist es mir ein besonderes Anliegen, auf die Kunst der Kölner Schule hinzuweisen.
Bitte beachten Sie auch unter der Rubrik Termine meine Veranstaltungen zur "Kölner Schule" sowie meine Publikationen zur Sakralkunst der Nachkriegszeit.
Hier ein Einblick in meine persönliche Beziehung zur Kunst der Kölner Schule:
Schule des Sehens - eine Hommage.pdf
Das Wesen der Kölner Schule
Die Kölner Schule war ein Kreis von Absolventen der Kölner Werkschulen, zu denen sich auch Absolventen der Düsseldorfer Akademie gesellten. Sie lebten in und um Köln. Gemeinsam mit namhaften Architekten wie Karl Band, Egon Schwarz und Hans Schilling schufen sie die Ausstattungen zahlreicher neuer Kirchenbauten nach dem Zweiten Weltkrieg – nicht nur im Rheinland – sowie die Neuausstattungen der wiederaufgebauten zerstörten Kirchen Kölns. Neben der inhaltlichen Verbundenheit der Künstler, der Herstellung sakraler Kunst, kennzeichnete den Kreis eine tiefe freundschaftliche Verbundenheit der Mitglieder. Häufig wurden umfassendere Aufträge „geteilt“ – selbstverständlich nach Rücksprache mit den Auftraggebern -, so dass wahre Werkgemeinschaften entstanden. „Futterneid gab es nicht“, brachte der Maler und Bildhauer Klaus Balke im Jahr 2014 das Verhältnis der Künstler auf den Punkt. Auf diese Weise prägt die wiederaufgebauten Kirchen des Rheinlands sowie die neu gebauten der Nachkriegszeit bei aller Unterschiedlichkeit im Stil der einzelnen Künstler ein gemeinsamer, unverwechselbarer Geist.
Die Künstler der Kölner Schule
Hier finden Sie hier einige wichtige Vertreter der "Kölner Schule" im schriftlichen Porträt.
Die Veröffentlichung der Texte oder die Verwendung von Auszügen ist nur in Absprache mit der Autorin gestattet.
Im Sinne von Elmar Hillebrands Wahlspruch "Das Werk lobt seinen Meister" (und nicht der Auftraggeber oder ein Bewunderer) gilt hier: Das Werk steht für die Persönlichkeit seines Meisters und zeigt ihn besser als ein Foto.
(Empfohlen wird die Ansicht auf dem PC, Laptop oder Tablet.)
Esszimmerfenster, Bleiverglasung mit Lüstern, 1961
Christus in der Kelter, Bronze, um 1957
Tobias, Lindenholz, 1963
Der Gießer Giuseppe Lotito, Bronze, 1966
Hildegard Domizlaffs Pilgerzeichen, Holzschnitt, um 1980
Hostienschale, Zinn, um 1970
Der Duisdorfer Esel, Bronze, um 1980
Dem geistigen Erbe der Kölner Schule eng verbunden:
Matthias Maria Heiermann
1960 Köln - 2019 Köln
Ein weiterer Kölner Künstler der Nachkriegszeit:
Raffael Becker
1922 Köln - 2013 Köln
- Raffael Becker – Erzählung und Malerei
Raffael und Tobias, Holzschnitt, 1967