Dorothee Haentjes-Holländer 
 

Rezensionen und Buchpräsentationen

Auf dieser Seite finden Sie Eindrücke meiner Buchpräsentationen sowie Rückmeldungen von Leserinnern und Lesern zu meinen Büchern.

Zu "Paul und der Krieg" (2019):

Besuchen Sie bitte auch meine Autorenseite bei ars edition.


Zu "Windbachs Geheimnis" (2024):

  • Bonner Generalanzeiger 4./5.5.2024 

Ein Roman so richtig zum Wohlfühlen
Dorothee Haentjes-Holländer überzeugt

Bücher gibt es, die erzeugen eine perfekte Wohlfühlbalance zwischen Spannung und Geborgenheit und eignen sich daher trefflich für ein paar Stunden Alltagsflucht auf dem Sofa. „Windbachs Geheimnis“ ist so eines.
Der Roman der Bonner Autorin und Übersetzerin Dorothee Haentjes-Holländer erzählt die Geschichte der 34-jährigen Kunsthistorikerin Delphine, die nicht nur mit ihrer Doktorarbeit in einer Sackgasse steckt, sondern ganz und gar nicht weiß, wo es mit ihrem Leben hingehen soll. Sie wohnt in einer zugigen Dachwohnung, kommt mit Stipendium, Tutorat und Kellnerjob so gerade über die Runden; ihr Doktorvater sitzt im Hofgarten und säuft. Dissertationsthema ist der fiktive Maler Emanuel Windbach, dessen hypothetisch verschollener Frauenakt die Forschung in ganz neue Bahnen lenken würde. Allein, einen Beweis für die Existenz dieses Bildes gibt es nicht. Delphine kommt nicht weiter, und einsam ist sie auch. Bis ihre geheimnisvolle Nachbarin überraschend stirbt und Delphine ihr Haus vermacht: Ab hier passieren viele wundersame Dinge, die mit wissenschaftlicher Objektivität nicht zu erklären sind.
Haentjes-Holländer hat für „Windbachs Geheimnis“ eine sympathische Heldin ersonnen, mit der sich zumindest viele Leserinnen leicht werden identifizieren können. Ihre Welt wandelt sich im Laufe des Romans von trüber Realität zu magischem Realismus, und der Spannungsbogen hält. Von den geschickt gesponnenen Fäden Richtung Auflösung und der zauberhaften Atmosphäre inklusive einer Prise Lokalkolorit lässt man sich gern einfangen. Auch wenn Handlung und Charaktere nicht ganz frei von Schablonen und Klischees sind: „Windbachs Geheimnis“ ist ein lesenswerter Schmöker über – so verrät es schon der Klappentext – „die heilende Kraft eines Gartens, eines Zuhauses und über die Liebe zur Kunst“.                                                                                     Gunild Lohmann

 

 

Zu "Alte Liebe mordet gut" (2024):


Zu "Firma Anton Sauerwald - Eine Biographie und Unternehmensgeschichte" (2024):

  • Westfalenpost 8.11.2024

Unternehmen trotz Blindheit gegründet
[...] Dorothee Haentjes-Holländer, geboren 1963 in Köln, ist die Urenkelin von Anton Sauerwald. Sie arbeitet seit mehr als 30 Jahren als freiberufliche Autorin und Übersetzerin. Anhand von historischen Dokumenten und durch detaillierte Forschungen konnte sie die Biographie von Anton Sauerwald und die Geschichte seines Pianohandels Schritt für Schritt rekonstruieren. Das Ergebnis ist das nun erschienene 240-seitige Buch "Firma Anton Sauerwald - Eine Biographie und Unternehmensgeschichte".
Das Buch beschreibt die Geschichte eines Mannes, der sich durch seine körperliche Einschränkung nicht entmutigen lässt, sondern seinen Lebenstraum verwirklicht. Darüber hinaus spiegeln sich in der Biographie und Unternehmensgeschichte die kulturellen Entwicklungen Westfalens sowie die Geschichte der Metropole Köln bis in die 1930er-Jahre. Nicht zuletzt berichtet das Buch über die Blütezeit der deutschen Klavierindustrie sowie ihren Abschwung durch das Aufkommen des Radios.


  • Bonner Generalanzeiger 19.11.2024

 Ein Blinder erfüllt sich seinen Lebenstraum

Der Firmenchef, der der Bonner Kulturszene laut Auskunft der damaligen Bonner Zeitung in den Jahren 1914 bis 1918 allein 114-mal die wertvollsten Konzertflügel lieferte, war schon ein Unikum. Durch eine schwere Blutvergiftung war dieser Anton Sauerwald (1866-1935) in seiner Jugend erblindet. 1896 hatte er trotzdem in der Breite Straße in Köln einen kleinen Musikalienhandel eröffnet. Noten, Streichinstrumente und Zubehör waren im Angebot, berichtet die Beueler Buchautorin Dorothee Haentjes-Holländer in ihrer gerade erschienenen Sauerwald-Biographie. Sie ist seine Urenkelin [...]. Doch dann riskierte der blinde Urgroßvater den Schritt in die Champions-League der Branche. "Bis in die 1920er-Jahre wird sich sein Geschäft zu einem der größten Pianomagazine auf dem Prachtboulevard Hohenzollernring entwickelt haben", so Haentjes-Holländer. Sogar "Königlicher Hoflieferant" konnte er sich nennen. Sauerwald konnte jetzt neben der Kölner guten Stube klassischer Musik, dem Gürzenich, auch in Bonn die Beethovenhalle und den Bürgerverein in der Poppelsdorfer Allee  sowie das Hotel zum Goldenen Stern am Markt mit exquisiten Bechstein- und Grotrian-Steinweg-Flügeln versorgen. Und das anfangs mit Leihgeschäften, was auf einen hohen logistischen Aufwand für den ständigen Transport schließen lasse, hält die Buchautorin fest. "Aber die Sache scheint sich für alle Beteiligten gelohnt zu haben." [...]
Haentjes-Holländer ist studierte Literaturwissenschaftlerin und seit gut 25 Jahren freiberufliche Autorin und Übersetzerin. Sie hat unter anderem Kinder- und Jugendbücher geschrieben, etwa 2019 das Jugendsachbuch "Paul und der Krieg". 2021 berichtete der GA über ihre sozialgeschichtlich spannende Auswertung von örtlichen Todesanzeigen. Anfang des Jahres gab sie mit "Windbachs Geheimnis" einen Roman über die Liebe zur Kunst heraus.
Nun also die Biographie über den Urgroßvater. Drei Jahre Recherche hat sie für das 240-Seiten-Buch nebst historischen Aufnahmen gebraucht und nicht nur im Nachlass des Vorfahren, sondern auch fleißig in Archiven gestöbert. Somit ist nicht nur eine gut lesbaer Biographie entstanden, [...], sondern auch eine Unternehmensgeschichte aus der Blütezeit der deutschen Klavierindustrie.

Ebba Hagenberg-Miliu

 

  • Aus einer privaten Zuschrift:

"Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es gestern Abend und heute Morgen zügig zu Ende lesen musste. Ich bin beeindruckt von den Recherchen, die Sie anhand der fast unzähligen Quellen geleistet haben. Vor allem aber bin ich sehr berührt von der Familiengeschichte des Anton Sauerwald. Auch wenn man um den späteren Niedergang des Unternehmens weiß, so gönnt man beim Lesen dem Anton Sauerwald doch jeden geschäftlichen und privaten Erfolg und hofft, dass es gut ausgehen möge. Am Ende kann man festhalten, dass zwar das Unternehmen A. Sauerwald schließen musste, Anton Sauerwald selbst aber nicht gescheitert ist - ganz im Gegenteil! Als Nuttlarer darf man durchaus stolz auf solch eine Lebensleistung eine gebürtigen Nuttlarers sein!"


Impressionen der Präsentationen des Buchs "Firma Anton Sauerwald - Eine Biographie und Unternehmensgeschichte"


 

9. November 2024 
Nuttlar, Hochsauerlandkreis



19. November 2024
Bonn, Klavierhaus Klavins







9. Januar 2025 
C. Bechstein Centrum Köln